Mittwoch, 10. Februar 2016

Vom Sportmuffel zum Läufer: Der Einstieg

Wie angekündigt geht es nun weiter mit meiner Jogging-Kolumne. Heute möchte ich euch erzählen, wie ich mit dem Laufen begonnen habe.

Wie man so schön sagt, aller Anfang ist schwer und es dauert einige Zeit, bis man seine ersten Erfolge sieht. Man muss dafür nur den ersten Schritt wagen – einfach loslaufen. Wahrscheinlich denkt ihr euch jetzt „Haha, super Tipp, darauf wäre ich ja niiieee selbst gekommen“. Doch genau so war es bei mir eigentlich, ich hatte nie ausprobiert, wie weit ich komme, wenn ich laufe. "Laufen, das ist doch nichts für mich" war fest in meinem Kopf verankert. Und ihr werdet überrascht sein, dass ihr doch ein paar Minuten durchhalten werdet. Dann einfach eine kleine Gehpause einlegen und verschnaufen, bis eure Energie zum Weiterlaufen reicht. Auf diese Weise könnt ihr beim ersten Mal 2-3 km zurücklegen. 
 
Wichtig ist v.a., dass ihr nicht so loslauft, wie ihr das möglicherweise noch von den 100 m Sprints in der Schulzeit in Erinnerung habt, so schafft ihr keine 200 m ;) Ganz gemütlich und langsam vor sich hintraben ist der Schlüssel zum Erfolg. Zu Beginn seid ihr vielleicht nicht merklich schneller als ein Fußgänger, aber das macht nichts. Es kommt beim Joggen nicht auf die Geschwindigkeit an, sondern auf die sog. Flugphase. Der Unterschied zum normalen Gang ist, dass der Körper kurze Zeit mit beiden Füßen vom Boden abhebt. Das ist deutlich anstrengender als „Gehen“. Und trotz dieser langsamen Laufrunde war ich am nächsten Tag total fertig und hatte einen tierischen Muskelkater in den Oberschenkeln.


Natürlich ist es schöner, in Gesellschaft zu laufen. Ich habe den Einstieg über einen Kurs an der Vhs gefunden, wo jeder sein eigenes Tempo laufen konnte, der Trainier einen motivierte und man gleichzeitig durch die wöchentlichen Treffen einen gewissen Trainingsansporn hatte. Lasst euch aber nicht hinreißen, mit eurem Freund/Mann laufen zu gehen, der das bereits regelmäßig macht und ein Mördertempo vorgibt, so werdet ihr nie Freude an der Sache finden. Startet langsam, so wie ihr euch wohlfühlt.

Habt ihr das erste Training überstanden, ist es wichtig, am Ball zu bleiben. Gönnt euren Körper einen oder zwei Tage Pause, ihr werdet selbst merken, wann ihr euch erholt habt. Und dann heißt es wieder: raus an die frische Luft und ein Runde Laufen. Ihr müsst das wirklich konsequent durchziehen, zwei oder drei Trainings in der Woche sind perfekt. Und schon nach zweimal werdet ihr merken, wie sich die Strecke bis zur ersten Gehpause verlängert. Natürlich kommt zwischendurch auch mal ein Durchhänger, ihr werdet einen schlechten Tag haben und schon nach 5 Minuten wieder aufgeben wollen. Aber das ist normal und gehört zum Training dazu. Es ist noch kein Langstreckenläufer vom Himmel gefallen. Und es fühlt sich immer noch besser an, nach einem Versuch aufzugeben und heimzugehen, als den inneren Schweinehund gar nicht zu besiegen und auf der Couch zu versumpfen. Ich kann es nur immer wieder betonen, ich bin wahrlich kein Sportler und hatte nullkommanull Ausdauer, aber nach ca. 2 Monaten war zumindest eine Strecke von 2,5 km Laufen am Stück kein Problem mehr für mich.

Ich hoffe, meine Worte sind für euch eine kleine Motivation, einfach mal etwas Neues zu wagen. Erzählt mir doch von euren Sport-Anfängen!

1 Kommentar:

  1. Heyho,

    ich habe mir ja nun einen Crosstrainer gekauft und versuche mehrfach die Woche immer mal eine Stunde zu laufen. Leider ist es zeitlich nicht immer drinnen, abe man fühlt sich danach einfach immer super :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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